Dienstag, 13. April 2010

ripped by day

... entweder es liegt daran, dass meinem Kunden die Fischbilder nicht gefielen, oder es war die Tatsache, dass mich heute nach dem Aufwachen, als der Tag noch unschuldig und zärtlich war, gleich 6 Kundenmails zu unterschiedlichen Baustellen begrüßten. Irgendwie ist heute alles durcheinander geworfen, wenigstens hab ich schon 4 Baustellen abgearbeitet und harre nun auf Feedback. Fühl mich trotzdem wie das Schaschlik auf dem Bild...

... ja das gelbe Papier ist ein Moleskin...
(für größere Ansicht aufs Bild klicken)

Montag, 12. April 2010

entstrüppt


ist eigentlich ohne den ganzen schmierkram viel besser

Samstag, 10. April 2010

traubengerippe

Skullinger Jahrgangswein

Freitag, 9. April 2010

knochengestrüppe

kann nicht nur krumm schreiben

bis auf die knochen

kein Bock mehr auf Fischgräten – Schädel gehen immer...

grätenwanderung_02

aber ein Hering hat doch so viele Federn...

Donnerstag, 8. April 2010

ein pint und eine pinte - besuch in der methalle

Man kommt nicht vorbei beim Lesen von irischen Büchern am Trinken.
Erdnussbutter taugt übrigens nix als Whiskey-Substitut, aber das mag die Wenigsten wundern.
Wenn man Ken Bruen liest kommt man nicht umhin zu trinken. Literales Saufen auf Kolateralschadenniveau. Wenn man Ken Bruen liest dann kriegt man Durst, unweigerlich und aller daraus resultierenden Konsequenzen (als ob sie das nicht immer tun) aufs schönst beschriebene Maß gewahr. Von der Muse gepackt fühlt man sich quasi an den Haaren (?) in die nächste Kneipe* (im weiteren Verlauf liebevoll Pinte genannt) gezerrt.



Wenn man nun nicht besonders lange Haare hat oder einfach wenig Bock auf Kneipen* (hier noch allgemein gemeint, deshalb nicht extra liebevoll als Pinte bezeichnet), dann stellt dies ein maximal 1,3 Bücher lang zu ignorierendes mögliches Problem dar. An Kneipen* (siehe oben) mangelt es hier fern der Insel nicht. Gar habe ich vor einiger Zeit den Stadtteil meiner damaligen Behausung, ob seiner Kneipen* (ich war jung und wußte es nicht besser) (mitunter) ausgewählt. Übrigens nur um dann doch nicht hinzugehen, hingezogen sehr wohl trotz Schädelrasur.


Meine erste Wohnung in HH zeichnete sich dadurch aus, dass es eine Ecke mit beeindruckenden Öffnungszeiten vor der Tür gab. Da man die Ecke auf jedem Heimweg passierte, erfreute die Tatsache, dass man zu jeder noch so verkackten Uhrzeit, immer noch wen beim Saufen antraf. Und es gab meistens auch immer einen, der mindestens noch mehr im Arsch war. Das beruhigt ungemein - vorm Einschlafen, endlich zu Hause, kurz vorm Schleuderkoma, wenn man weiß, dass es auch viel schlimmer hätte enden können. Prä-Kater Stimmung beim Einschlafen - Schadenfreude ist nicht dasselbe wie Schadensbegrenzung.



Wenn man Ken Bruen liest verachtet man die Ecke, man bespuckt sie nicht, noch spricht man schlecht von ihrer Mudder, denn es gibt bedeutend schlimmere Kneipen* (hier jetzt mal abfällig gemeint) und die Ecke verdient Respekt gezollt zumindest für ihre hartnäckigen Öffnungszeiten. Hingehen tut man trotzdem nicht.
Hier um die Ecke gäbe es sogar gleich zwei Pinten* (jetzt mit viel Wohlwollen ausgesprochen). Hier ist Ecke jetzt geographisch bis fußläufig gemeint, muß ja auch heimfindbar sein. Der Rückweg ist natürlich mit viel mehr Bedacht zu bedenken als das Haaregeschleife beim Hinweg. Meine Wahl fiel auf die, in der ich noch nie war, gute Wahl.



Natürlich ist es ein müßiges Unterfangen in eine Pinte* (gilt übrigens für alle Kneipen) einzugehen, dennoch weiß Ken Bruen einen Grund zu verpflanzen, denn man sich nicht so ohne weiteres aus den Locken schüttelt:
Guinness; kalt - modrig - und frisch gezapft - legt es sich wie ein Sumpf über die darin versinkenden Synapsen. Man kann vieles saufen, das malzige Bier der Kelten bildet da keine so glorienverzierte Ausnahme, aber Guinness ist das einzige Bier (das allereinzigste von allen), das man nur frisch gezapft trinken kann.



Für die meisten Destillate und Vergärungen bietet sich oftmals kein besserer Ort, als das traute Heim bei der Verköstigung. Die Vorteile liegen dort einfach besser auf der Hand, besser als das Gefühl besoffen auf der Strasse der Desorientierung zu liegen, besser auch als mit einem schmutzigen Stock ins Auge. In Kneipen* (jetzt mal so in die Runde gesprochen) nerven meistens die Menschen und oftmals kann man froh sein, wenn es nur dabei bleibt. Trinken, ernsthaftes Trinken (und wenn ich ernsthaft meine, dann denke ich an Max Goldt, die Radiotrinkerin) bleibt allgemein gefasst ein reines Privatvergnügen (damit muß jeder alleine klarkommen). Nur wird man dort, mangels benötigten Zapfenstreichs zumeist des frischen Guinness Genusses beraubt. Das kann man bei näherer Betrachtung auch ohne Ken Bruen nur schwer hinnehmen, mit ihm wird dies gänzlich unmöglich. Zielsicher und schopfgesteuert späht man wachen Blickes also nach einer Pinte* (keine Kneipe) im Zielgebiet.



Dort vorstellig werdend, findet man sich auf einem harten (Strafe muß sein und Autoagression darf beim gewissenhaften Trinken natürlich nie fehlen) Stuhl wieder - es ist alles wie es sein soll. Das schwarze Bier wird wohltemperiert aus passenden Pints* (kein hinlängliches Muß für eine Pinte, aber Ken Bruen hätte nix anderes akzeptiert) gereicht, die Einrichtung ist belanglos bis störungsfrei, am Tresen sitzt ein Wachposten (so, wie es sein soll) und niemandem verlangt es nach vielen Worten. Hingehen - Trinken - Fresse halten! Der Beleuchtung ist schummerig, der Tresen ist das Einzige was Notiz von Dir nimmt und die besteht aus gezählten Pints. Es gibt sogar einen Kamin, dass er nicht Feuer und Flamme, ob meines ersten Besuchs war, erschien mir aber nur zurückhaltend bis angebracht. Es gibt die üblichen Bilder an der Wand, austauschbar, unverfänglich, vielleicht kann sogar jemand eine Geschichte darüber erzählen, die will dann aber niemand hören.



Eine Pinte zu haben ist gut. Ich weiß nicht, ob ich noch oft hingehen werde - vielleicht wenn das dritte Buch Jack Taylors Untergang beschreibt, vielleicht auch wenn der Sommer mich zwingt dem Wetter zu huldigen. Es ist auch egal, viel besser als dort zu sitzen ist der Gedanke es zu können, am Besten ist natürlich das vollkommene Guinness, aber das gibts eben nur dort.

Schicksal - Sláinte

grätenwanderung_01

Fischers Fritze malt Müllers Fische...

Montag, 5. April 2010

to do liste















... müsste man alles mal ein bißchen weiter voran treiben, zumindest an der ein oder anderen stelle schreit die Behausung nach Struktur, Weiterentwicklung und Vollendung. Sollte sich irgendeine dieser Baustellen hier mal wieder bildlich vorstellen, dann hoffentlich in einer done-liste...

Freitag, 2. April 2010

der herr mit den gesegneten eiern

...warum die eier immer gesondert gesegnet werden müssen, wenn doch schon alles andere durch die nennung von speisen und gaben benannt wurde, scheint wohl ein kuriosum der katholischen liturgie zu sein. egal, ich bin nur gast in dieser religösen splittergruppe und mag gesegnete eier und vom heutigen trauerfasten abgesehen, gibts ja auch bald jede menge davon (eier-satt).

Zwangloses Einkaufsvergnügen

nicht nur, dass die eier zu diesem hochfest gesegnet werden, sie werden auch buntig gemacht, was dieses jahr eine besonderen anspruch darstellt, denn ganz hamburg bietet keine weißen eier mehr feil. wahrscheinlich hängt dieser farbliche imagewechsel mit dem seit anfang des jahres in kraft getretenen verbot von legehehnen-kz-batterien in deutschland zusammen. warum diese industriellen geburtenhäuser „batterien“ genannt wurden bleibt nun wohl auch immer im verborgenen, denn schließlich spricht ja auch niemand bei den beschaulichen schweinemastbetrieben kurz hinter der dänischen grenze von schweine-batterien. wahrscheinlich weil wir im gegensatz zu den ungeborenen hühnern ja nicht das verzehren, was bei den niedlichen paarhufern hinten rauskommt, also nicht die kleine batterie, die hinten rausplumpst sondern lieber gleich das ganze kraftwerk fressen. vielleicht assoziiert man das ei ja auch mit batterien, weil es hinten aus dem huhn rausfällt, sowie die duracell, die in den gleichnamigen trommelhasen hinten reinkommt. nun, braune eier sehen vielleicht ökiger aus, lassen sich aber auch bedeutend schlechter buntig machen, was dann beim essen aber auch wieder egal ist, wer würdigt schon das design von batterien?

Zeitgemäße Dornenkrone?

heute ist laut google, dem gedächnis des internetzes kein religös geprägter tag an dem in weiten teilen der republik die glocken zu schweigen haben. heute ist der 200 geburtstag von hans christian andersen, dem berühmten dänischen geschichtenonkel, der diesbezüglich sogar mehrere dieser unsäglich blöden googleicons bekam. vielleicht ein stiller protestaufruf gerade zum hochfest des federviehs auch an das martyrium des geknechteten borstenviehs jenseits der hotdog grenze zu gedenken. auf jedenfall ein guter grund mal wieder die gedanklichen zinnsoldaten aufmarschieren zu lassen – gedankliche schwefeholz-brandstiftung sozusagen.

Wedekind hätte seine Freude!

vielleicht will google sich auch nicht in den verdacht bringen religös geprägt, der ein oder anderen minderheit den vorzug zu gewähren, also klammern sie die leiden des jungen heilands aus und machen ihr kreuzchen lieber an unverfänglicherer stelle. und auch wenn ich für das unterkühlte, meiner meinung nach völlig überschätztes design der nordmannen wenig übrig habe, so kann man doch nix schlechtes über hans christan andersen und seine geschichten sagen. es wird wohl noch ein bißchen dauern bis google uns soweit ausgespäht hat, dass es passend zu jedem tag und neigungen des benutzers ein eigens abgestimmtes buntbild-icon featured.

Rost in Peace

denn immerhin haben wir heute nicht nur den begründer unseres christlichen glaubens ans kreuz genagelt, nicht nur das ein berühmter dänischer dichter das licht der welt erblickte, vielleicht würde der ein oder andere auch lieber daran erinnert werden, dass heute vor 96 jahren ein weiterer apostel einer großen religon geboren wurde und hätte lieber obi wan kenobie aka sir alec guinness gedacht. vielleicht feiert mancher ja auch lieber die brandstiftung in zwei frankfurter kaufhäusern vor 42 jahren durch die begründer der legendären bahnhof-meier bande, besser auch bekannt durch die gleichnamige abkürzung der royal air force. oder die tatsache, dass heute vor 266 jahren im schottischen leith die gentlemen golfers of leith das „turnier um den silbernen löffel“ bestritten, welches als das erste golfturnier der zivilisierten welt gilt. ich bin mir sicher, dass google daran arbeitet uns bald nur noch die für unser anwenderprofil relevanten informationen zu präsentieren.

Nevermore-Leonore

bis es soweit ist bleibt dieser tag noch dem großteil des landes als feiertag beschienen, denn egal was wir von der urteilskraft eines pontius pilatus halten, der großteil der schaffenden gesellschaft hat heute feiertag, ob mit oder ohne glockengeläut.
gestern haben wir gegreint, wie es uns der t
ag vorschrub, obwohl dies nicht mit der verspeisung von spinat in zusammenhang stand, ich mag nämlich spinat und die tatsache dass es etwas grünes zu essen gab, ist schon lange kein grund mehr für mich sich eine greinende träne abzudrücken. heute darf nicht in der erde gebuddelt werden und fleisch gibts auch erst wieder am sonntag zu essen, wenn die eier gesegnet wurden.

vorher wird hier in hamburg aber noch der elbstrand in flammen gesetzt, ein ereignis das sich durch unsäglich viel
e dumme und gewaltbereite besoffskis auszeichnet. ausserdem empfiehlt es sich in elbnähe die fenster zu schließen. ansonsten verbleibt nur noch sich die türpfosten mit frisch geopferten lämmerblut zu bestreichen (auch wenn noch kein erstgeborener im hause weilt, sicher ist sicher) und den nicht dänischen schweinebraten, der im kühlschrank vor sich hinpökelt, von zeit zu zeit in seinem salzigen bad zu wenden.

Heiland-Erscheinung in der großen Bergstrasse