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Mittwoch, 6. Oktober 2010

Wanted

Na gut, wenn ich schon dabei war den Kick Ass Comic von Mark Millar zu loben, dann kann ich auch gleich weiter machen mit Wanted. Ist schon ein bißchen her und um ehrlich zu sein, hat es sich sogar angeboten den Comic noch einmal zu lesen. Zugegeben Kick Ass ist besser, sowohl von den Bildern als auch dem Ploting, aber so ganz uninspiriert darf man Wanted auch nicht ins Regal zurück schieben. Mark Millar scheint sich bei Marvel sein Superheldenfett weggeholt zu haben und definiert das Genre recht interessant neu. Die wahren Helden sind eh meistens die Schurken, umso besser wenn man sich mit dem Superschurken auch noch identifizieren kann. Mark Millar gibt sich in Wanted alle Mühe, dass man sich auf diese Reise begibt und sich am Ende ordentlich so fühlt, wie es der Antagonist auf der letzten Seite verspricht...
Das Killer Junior aussieht wie Eminem und Killer Senior wie Tommy Lee Jones finde ich allerdings etwas arg strapaziert.

Freitag, 1. Oktober 2010

Kick Ass

Nach dem gestrigen erfolgreichen Ende eines gedungenen Jobs, beschloss ich auf dem Heimweg mich mit einem Comic zu belohnen. Man mag über Bahnhofsbuchhandlungen denken was man will, aber derselbige in Altona hält eine respektable Comicabteilung parat, die einem kurzweilige Glücksmomente bescheren kann.
Der beste Comicladen Hamburgs liegt meiner Meinung nach in Mundsburg, am liebsten bestell ich die Bücher aber immer noch über den Buchhändler meines Vertrauens, den revolution
ären Herrn Kopffüssler. Online Buchhändler mag ich nicht besonders, obwohl sie zur Recherche gerne herhalten dürfen. Meistens läuft es aber darauf hinaus, dass ich mir die Bücher dann über die kleine Buchhandlung des Kopffüsslers bestelle und noch ein nettes Gespräch mit ihm über das begehrte Werk führen kann.
Wenn ich zuviel Geld habe, ist der Comicladen in Mundsburg natürlich die erste Wahl und wenn e
s mal spontan zugehen soll, dann greift der gute alte Bahnhofskiosk. So wie gestern.

Ohne viel Vorwissen entschied ich mich für die Kick Ass Gesamtausgabe, die ja sogar schon verfilmt wurde. Den Kinofilm hab ich natürlich nicht gesehen, denn die meisten Comicverfilmungen sind nur ein armseeliger Abklatsch des Orginals, wenige Ausnahmen bestätigen hier keine Regeln.
Nun Kick Ass hat meine Erwartungen erfüllt, der Comic spart nicht an absurder Brutalität sondern verwendet dafür auch noch die richtigen Waffen. Klar kann ich mit meiner Kendo Affinität dem geschwungenen Schwert nicht wiederstehen.

Als kleine Hommage an die neunte Kunst, habe ich mich entschlossen hier eine neue Rubrik vom Stapel zu lassen die "Lee4Luv Seekarten". Von ausgewählten, persönlichen Lieblingscomics zeige ich die oder das meiner Meinung nach beste Panel und gebe meinen persönlichen Rezensionssenf dazu.

Kick Ass koketiert mit dem Superhelden Genre, wie es bereits der legendäre Watchmen tat, ist dabei zeitgemäß und bietet eine durchaus ausbaufähige Rahmenhandlung, die solide geschmiedet ist und auf Fortsetzungen hoffen läßt. Die Neuerfindung des Superheldengenres wurde von Mark Millar ja bereits mit "Wanted" begonnen, mir persönlich gefällt Kick Ass aber aufgrund der vielen Samuraischwerter wesentlich besser.