... a nations pride, the dirty water on the river.
Der Raptor hat nun eine Picknickdecke mit dem UnionJack. Da kam uns das gute Wetter gestern am Altonaer Balkon gerade richtig. Jetzt muß ich dem Raptor nur noch OiOiOi beibringen - mit GeiGeiGei klappt es schon ganz gut.
Der süße Hund heißt Schoko, was man zugegebenermaßen auf einem schwarzweiß Foto nur schwer erkennen kann, und lief mir gestern in der Mittagspause auf dem Rathausmarkt übern Weg. Ansonsten läßt das erneute Lichtbild erahnen, dass heute schon wieder keine Zeit zum Zeichnen bleibt, aber Tierbabys ziehen ja immer...
Gestern schien einer der letzten Sommertage durch die Stadt zu huschen. Nicht das ich dem Wetter hinterher trauern täte, aber es scheint als würde sich der Herbst so langsam um die Ecke schieben. Egal, ich mag Herbst. Der Sandler der hier in der Unschärfe des kleinen Michel rumgammelt, läßt den lieben Gott zumindest einen guten Mann sein. Apropos guter Mann. Es gibt eine Cover Version von Bob Marleys wunderbaren Song "Johnny was a good man" und zwar von den Stiff Little Fingers (die sind übrigens ein gutes Beispiel dafür, dass blöde Bandnamen nicht zwangsweise blöde Musik hervorbringen). Das kommt jetzt zwar nicht unbedingt einer Erleuchtung gleich, aber die Songs sind trotzdem verdammt gut.
schon zu lebzeiten ein ganz großer unter den toten, bela lugosi
wer hätte das gedacht, die kleine gans ist gar nicht tot. ich glaub den song hab ich mal von zitte bekommen ohne irgendwelche nennung von zuordbaren infos aber natürlich auf vollkommen legalem wege, wie man ja gar nicht oft genug betonen kann. in meiner kleinen welt war der song stimmtechnisch sowas wie billy idol und so sehr ich mich auch bemüht habe den text zu verstehen, ich habe immer "the little goose is dead" gehört. so richtig sinn hat das natürlich nie gemacht, war mir aber egal, denn ich mochte den basslauf gerne und ich hab immer ganz brav und ganz laut mitgesungen und auch ein bißchen um die kleine gans getrauert. und jetzt das! ein nouvelle vague album war nötig um mich auf den verhörer aufmerksam zu machen und nun weiß ich nicht nur dass die kleine gans noch am leben ist sondern auch das "Bela Lugosi`s Dead" ist. das ist natürlich nur logisch denn bela lugosi war ja schon zu lebzeiten einer der herausragendsten toten. er hat es sogar bis an meine ahnengalerie geschafft (eine ahnsammlung von meinen und Luvs kindheitshelden) und hängt dort zwischen den anderen ganz großen. naja egal, ich glaube ab jetzt werd ich gerade immer den tot der kleinen gans besingen, hab mich irgendwie dran gewöhnt.
still alive!
So undjetzt alle mitsingen, the little goose is dead...
... die neue und auch grosse Bergstrasse ist nichts was auf die Liste der bedrohten Strassen gehört. Sie ist gemeinhin das, was ich lange Zeit für die hässlichste Strasse der schönsten Stadt gehalten habe. Nun wird sich demnächst einiges ändern, wobei man keine wertkonservative Weltanschauung in sich tragen muß, um zu bezweifeln, dass das was sich ändern wird nicht unbedingt zur Verbesserung der Verhältnisse (so sind sie halt) beiträgt.
Ex Karstadt vom Altonaer Bahnhof
Ingvar, der alte Bleistifthöcker baut eines seiner gelb-blauen Vogelnistkästen mitten in die Strasse und die bereits ansässige, gewerbetreibende Nachbarschaft freut sich über die Reanimation der Zone, die gemeinhin daraus resultierend erhofft wird. Ob der städtebauliche Zombie damit wiederbelebt werden kann, sei dahin gestellt, ist mir auch egal, denn weder betreibe ich dort ein Gewerbe noch habe ich etwas gegen die Kampradschen Koettbullar-Restaurants mit anliegendem Möbelverkauf.
Das Beste was noch eintreten kann ist vielleicht, dass die Stadtreinigung die Strasse aus ihrer No-Go Area Liste streicht und demnächst auch mal wieder mehr als nur die Bushaltestellen vom Müll bereinigt werden.
Aber auch das ist mir egal, denn wie ich bei einem neulichem und nicht gerade zufälligem Gang durch eben jene Prachtallee gewahr wurde, ist es eigentlich das rottig, verklebt und verschmierte Ex-Karstadt Gebäude, was der Strasse seinen letztes bißchen Identität gibt. Ok es sieht lumpig aus, stinkt nach Pisse und hat den Reiz eines eingeschlagenen Gebisses aber es macht ein Stückchen Urbanität erlebbar, die sicherlich bald in der Einheitsbügelfalte des Gemeingeschmacks verschwinden wird.
Um die Graffitis und Aufkleber wird es mir bald leid tun, und als prä-mortem Nachruf bekommt der Starman der Strasse nun seinen Tribut.